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 FAIRTRADE
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Steckbrief FAIRTRADE Österreich




ZielProdukte mit dem FAIRTRADE®-Gütesiegel für den täglichen Einkauf verfügbar zu machen
Was bringt das
FAIRTRADE-
System?
FAIRTRADE setzt sich für gerechtere Preise, bessere Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und faire Handelsbedingungen für die Bauern/Bäuerinnen und PlantagenarbeiterInnen in den Entwicklungsländern ein.
Durch den fairen Mindestpreis, den die Unternehmen für die Produkte zahlen müssen, sowie durch Bioaufschläge und Sozialprämien bekämpft FAIRTRADE die Ungerechtigkeit des konventionellen Handels, der typischerweise die ärmsten und schwächsten ProduzentInnen am meisten benachteiligt. FAIRTRADE ermöglicht es ihnen, ihre Stellung zu stärken und ihre Lebensgrundlage zu verbessern.

Insgesamt profitieren mehr als 827 Kooperativen und Plantagen in rund 60 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas im FAIRTRADE System; darin sind rund 1,2 Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen und ArbeiterInnen vertreten. Einblicke in das Leben von ProduzentInnen im Fairen Handel bekommen Sie unter der Rubrik Rohstoffe.
Philosophie des
Fairen Handels
Definition des Fairen Handels

Der Faire Handel – Fair Trade – ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Er leistet einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, indem er bessere Handelsbedingungen bietet und die Rechte benachteiligter ProduzentInnen und ArbeiterInnen - speziell in den Ländern des Südens - sichert. Fair Trade Organisationen engagieren sich – gestärkt durch KonsumentInnen – aktiv für die Unterstützung der ProduzentInnen, für Bewusstseinsbildung und Kampagnenarbeit, um die Regeln und Praktiken des konventionellen Handels zu verändern.

Auf diese gemeinsame Definition einigten sich im Dezember 2001 VertreterInnen von FLO (Fair Trade Labelling Organisations International), WFTO (World Fair Trade Organization), NEWS! (Network of European Worldshops) und EFTA (European Fair Trade Association).

FAIRTRADE-StandardsFAIRTRADE steht für soziale, ökonomische und ökologische Mindestkriterien:
  • FAIRTRADE-Prämie für soziale und ökologische Entwicklung
  • Mindestpreise, die Produktions- und Lebenshaltungskosten decken
  • Arbeitsrechtliche Mindeststandards
  • Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • Direkter Handel
  • Förderung von kleinbäuerlichen Strukturen
  • Bei Bedarf Vorfinanzierung der Ernte
  • Keine genveränderten Substanzen in den Rohstoffen
  • Naturnahe und nachhaltige Anbaumethoden
  • Schutz natürlicher Gewässer und des Regenwaldes
  • Gezielte Förderung von biologischem Anbau durch Bio-Aufschläge
Alle FAIRTRADE-Standards finden Sie auf www.fairtrade.net.

InternationalFLO - FAIRTRADE Labelling Organizations International  – entwickelt die Standards des fairen Handels und begleitet Produzentenkooperativen, Kleinbauern-, Vertragsanbau- und Hired-Labour-Organisationen in Entwicklungsländern dabei, die Anforderungen des fairen Handels zu erfüllen.
FLO ist die Dachorganisation von 19 nationalen Siegelinitiativen (auch FAIRTRADE Österreich) sowie von zwei assoziierten Mitgliedern in Mexiko und Südafrika und drei Produzenten-Netzwerken CLAC, AFN und NAP, die in der jährlichen Generalversammlung stimmberechtigt sind. Zusätzlich zu den 19 nationalen Gütesiegelinitiativen, die in 23 Ländern tätig sind, gibt es zwei Marketingorganisationen, the Czech Fair Trade
Association in der Tschechischen Republik, und die Organisation Fairtrade Label South Africa, die FAIRTRADE in ihren Ländern bekannt machen. In diesen Ländern vergibt FLO direkt das FAIRTRADE-Gütesiegel an Unternehmen.

Die Zertifizierungsorganisation FLO-CERT GmbH, die für die Durchführung der Zertifizierung (Kontrollen/Audits) bei allen Vertragspartnern zuständig ist, ist nach der internationalen Qualitätsnorm für Zertifizierungsorganisationen ISO 65 akkreditiert. Damit werden größtmögliche Transparenz und ein hohes Maßan internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet. Die Zielsetzung von FLO-CERT ist nicht zu strafen, sondern gemeinsame Lösungen für bestehende Probleme zu finden, um Entwicklung zu fördern.

Organisationsform von FAIRTRADE Österreich Verein mit Sitz in Wien, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist; getragen von einer breiten und überparteilichen Öffentlichkeit, durch
28 Trägerorganisationen.

GründungDie Gründung von FAIRTRADE Österreich (vormals Trans Fair) wurde in mehreren Treffen mit allen FairHandels-Akteuren (z.B. EZA Fairer Handel GmbH, ARGE Weltläden, CONA, usw.) und GewerkschaftsvertreterInnen 1992 und 1993 beschlossen. Im März 1993 erfolgte dann die gemeinsame Unterzeichnung von 11 Trägerorganisationen.

VorstandHelmut Schüller (Vorsitzender) –WU Wien
Gabriela Sonnleitner (Stv. Vors.) – Caritas
Helmut Adam – Südwind Agentur
Ernst Gassner – ARGE Weltläden
Georg Gruber – Jugend Eine Welt
Luise Gubitzer – Kath. Frauenbewegung
Edeltraud Novy – Horizont3000
Susanne Schiefer – Katholische Jugend
Johann Toth – Oikocredit
Herbert Wasserbauer – Dreikönigsaktion

Geschäftsführung
und Beschäftigte
Hartwig Kirner, Geschäftsführer und 15 Beschäftigte (6 Vollzeit, 9 Teilzeit)
Kontakt


GeschäftstätigkeitHauptaufgaben sind die Gewinnung von Lizenzfirmen aus der Markenartikelindustrie, die Verbesserung der Verfügbarkeit von FAIRTRADE-Produkten durch die Ausweitung der Distribution sowie die Gewinnung neuer KonsumentInnen.

Produkte mit dem
FAIRTRADE®-Gütezeichen
Food-Bereich: Kaffee/Tee – Getränke (Fruchtsäfte, Erfrischungsgetränke, Wein) – Kakao/Schokolade – Frische Bio-Früchte (Bananen, Ananas, Mangos, Avocados) – Zucker/Honig/Aufstriche - Getreide (Reis, Quinoa) – Weitere (Nüsse/Öle, Süßigkeiten/Knabbereien/Eiscreme)

Non-Food-Bereich:
Produkte aus Baumwolle (Bekleidung wie zB T-Shirs und Jeans, und Heimtextilien wie zb Frottierware und Bettware) – Rosen - Sportbälle

Alle Produkte finden Sie hier.
Finanzierung 200970% über Lizenzeinnahmen für die Nutzung des FAIRTRADE®-Gütesiegels
26% über Förderungen: BMaA, Bundesländer, Träger, Kirche, Unternehmen
4% über Mitgliedsbeiträge, Spenden

Entwicklung der
FAIRTRADE®-Produkte 2009 in Österreich
Handelsvolumen in kg/l/Stk/Stielen

Bananen 11.800 t (+11,2% Vorjahresvgl), Bio100%
Schokolade 480 t (+1,3% Vorjahresvgl), Bio 95%
Kaffee 1.160 t (+18,9% Vorjahresvgl), Bio 80%
Fruchtsaft 4.5 Mio l (+9,5% Vorjahresvgl), Bio 0%
Rosen 12.000.000 Stiele (+114% Vorjahresvgl)

Umsatz im Handel: Gesamt Euro 72 Mio (+10,8% Steigerung Vorjahresvgl)

Geschäfte/UnternehmenErhältlich in mehr als 5.000 Geschäften - Supermärkten, Bioläden, Bäckereien, Tankstellenshops, Textil- und Einrichtungshäusern, Weltläden und Drogeriemärkten, Mensen, Hotels & Restaurants, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen und vielen mehr - alle Bezugsquellen finden Sie hier.
LizenzpartnerMehr als 60 Lizenzfirmen in Österreich und Cross Border Sales nach Österreich: internationale und österreichische Unternehmen wie zB. EZA Fairer Handel GmbH, Zotter, Pfanner, Rauch.