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Inhaltsbereich: Sportbälle

FAIRTRADE - Sportbälle

Produzentin von Sportbällen
FAIRTRADE-Sportbälle

Etwa 75% der Weltproduktion an Fußbällen von mehr als 40 Millionen Stück pro Jahr stammen aus dem Gebiet um die Stadt Sialkot im Punjab (Pakistan). Hier sind über 20.000 EinwohnerInnen in der Fußballproduktion beschäftigt. Doch liegen die Löhne gewöhnlich weit unter dem Existenzminimum, so dass die NäherInnen den Lebensunterhalt ihrer Familien nicht bestreiten können und - trotz gesetzlicher Verbote - auf die Zusatzarbeit ihrer Kinder angewiesen sind. Da das Nähen der Bälle vorwiegend in Heimarbeit verrichtet wurde, ist es schwierig, Dunkelziffern zu erfassen.

Im Zuge der internationalen Bestrebungen, Kinderarbeit zu unterbinden, kam es 1997 zum so genannten Atlanta-Agreement, einem Abkommen zwischen der ILO, Unicef Pakistan und der Handelskammer Sialkot. Damit sollte, insbesondere durch die Verlegung der Heimarbeit in zentrale, kontrollierbare Nähateliers, Kinderarbeit in der Fußballproduktion abgeschafft werden. Viele namhafte Firmen unterzeichneten das Abkommen, das diese nicht zur Erhöhung der Löhne oder der Rückerstattung ihrer Gewinne zugunsten der NäherInnen verpflichtet. Das Abkommen verbietet zwar Kinderarbeit, rüttelt jedoch keineswegs an deren Ursachen: Unterbezahlung, Verschuldung und Verarmung der Eltern. Außerdem verloren unzählige Frauen, die bislang zu Hause Näharbeit verrichtet hatten, ihre einzige Verdienstmöglichkeit, da ihnen im islamisch geprägten Pakistan der Zugang zu gemischten Arbeitsräumen verwehrt ist.

Für fair gehandelte Sportbälle werden von den Importunternehmen an die FAIRTRADE - Produzentenorganisationen faire Preise bezahlt, die in Absprache festgelegt werden und sowohl die Produktions- und als auch die Lebenserhaltungskosten der Näherinnen und Näher decken sollen. Zusätzlich wird die FAIRTRADE Prämie für Bildung, Infrastruktur und Soziales ausbezahlt.

Links zum Thema:

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