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Inhaltsbereich: Chronik

Chronik

FAIRTRADE Infobus
1993: Unterwegs mit dem FAIRTRADE Infobus durch Österreich

Der Faire Handel hat eine gewaltige Entwicklung hingelegt: Anfangs konnten KonsumentInnen fair gehandelten Kaffee nur im Weltladen oder auf dem Kirchenbasar kaufen. Heute, fast drei Jahrzehnte später, gibt es FAIRTRADE-Kaffee fast in jedem Lebensmittelgeschäft. War der Faire Handel in seinen Anfängen auf Kunsthandwerk oder klassische "Kolonial"-Waren wie Kaffee und Bananen beschränkt, können KonsumentInnen heute zwischen vielen Produkten wählen: über 60 Lizenzpartnerfirmen bieten in Österreich mehr als 600 zertifizierte Produkte an, die landesweit in über 5.000 Geschäften, Weltläden und Bioläden sowie in Gastronomiebetrieben erhältlich sind.

Etappen der Erfolgsgeschichte

Aus der Solidaritäts-Initiative einiger weniger Menschen ist eine gut organisierte, weltumspannende Bewegung entstanden. Hier stellen wir Ihnen einige der wichtigsten Etappen dieser Erfolgsgeschichte vor:

1946: Die Self Help Crafts (heute Ten Thousand Villages) verkauft in den USA Handarbeiten aus Puerto Rico.

1958: In den USA eröffnet der erste Laden mit fair gehandelter Ware.

1964: Die englische Hilfsorganisation Oxfam (www.oxfam.de) gründet mit Oxfam Trading eine eigene Handelsgesellschaft.

1973: Die niederländische Stiftung S.O.S. Wereldhandel importiert den weltweit ersten fair produzierten Kaffee aus Guatemala.

1988: Die Siegelinitiative Max Havelaar startet in Holland. Fair gehandelter Kaffee wird zum ersten Mal in Supermärkten verkauft.

1992: Der Verein TransFair nimmt in Deutschland seine Arbeit auf, ebenso die MaxHavelaar Stiftung in der Schweiz.

1993: Gründung von TransFair Österreich als gemeinnütziger Verein von den wichtigsten Akteuren im Fairen Handel wie ua. EZA DritteWeltGmbH, ARGE Weltläden und GewerkschaftsvertreterInnen. Das erste zertifizierte Produkt in Österreich war Kaffee, dann folgten später Tee (1994) und Schokolade (1996), Fruchtsaft (1999), Bio-Bananen (2002), Rohrzucker (2003), Fußbälle (2004), Reis (2004), weitere Fruchtsäfte und Weine (2005), Baumwolle (2005), Rosen (2005), Automatenkakao (2006), uvm.

1997: Die Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) wird gegründet.

2000: Acht FAIRTRADE- und Umweltschutzinitiativen, darunter FLO und die Rainforest Alliance, gründen die International Social and Environmental Accreditation and Labelling Alliance (ISEAL).

2002: Im Zuge der Logoumstellung auf das neue internationale Logo und um Missverständnisse zu vermeiden, heißt der Verein nunmehr FAIRTRADE Österreich.

2004: Die unabhängige Zertifizierungsstelle FLO CERT GmbH wird ins Leben gerufen, mit dem Ziel die Einhaltung der FAIRTRADE-Standards bei den Vertragspartnern zu überprüfen und unabhängige Zertifizierungen durchzuführen.

2007: VertreterInnen von Produzentengruppen treten in Gestalt der Produzentennetzwerke CLAC (Coordinadora Latinoamericana y del Caribe de Comercio Justo), AFN (African Fairtrade Network) und NAP (Network of Asian Producers) dem FLO Board entscheiden mit bei der Gestaltung der strategischen Gesamtrichtung.

2009: Mit FAIRTRADE-Produkten werden in Österreich mehr als 72 Millionen Euro umgesetzt. 

2010: Graz wird die erste österreichische FAIRTRADE-Landeshauptstadt. 


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