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Inhaltsbereich: Frauenrechte

FAIRTRADE und Frauenrechte

Vor allem in so genannten Entwicklungsländern sind die Auswirkungen der Armut auf Frauen verheerend und lassen kaum Hoffnung auf eine Perspektive für ein besseres Leben. Mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz, niedrige Löhne und Geschlechterdiskriminierung sind einige der Probleme, mit denen die meisten Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu kämpfen haben. Mehr als eine Milliarde Menschen müssen mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen, 70% davon sind Frauen.

Frauen und FAIRTRADE

Gleichberechtigter Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sowie wirtschaftliche Stärkung zählen zu den Schwerpunkten bei FAIRTRADE. Der Faire Handel bietet Lösungsansätze zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika: Frauen erhalten so erste oder zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Unbezahlte Arbeit wird in der selbstorganisierten Gruppe zur bezahlten Arbeit. Dies verbessert nicht nur das Familieneinkommen, sondern auch das Ansehen der Frauen.

FAIRTRADE- Standards – gleiche Rechte für Frauen und Männer

Die FAIRTRADE-Standards orientieren sich u.a. an jenen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO und den UN-Millennium-Entwicklungsziele, die eine Gleichstellung von Frau und Mann sowie einen größeren Einfluss von Frauen fördern, dazu gehören: 

  • Verbot der Diskriminierung
  • Gleiche Rechte in Kooperativen – Landtiteln
  • Mutterschutz
  • Umweltschutz – Frauenschutz
  • HIV – Prävention
  • Schule, Bildung, Fortbildung für Frauen
  • Frauen erhalten Kredite, um sich selbständig machen zu können und die Produktionsverfahren zu verbessern.
  • Frauen erwirtschaften ein eigenes Einkommen, dies stärkt Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit


Auch in Österreich spielen Frauen im Fairen Handel eine besondere Rolle. Viele setzen sich in Weltläden, entwicklungspolitischen Gruppen und Initiativen für die Handelspartner in Entwicklungsländern ein. So ist beispielsweise der große Frauenverband Katholische Frauenbewegung Österreichs (KFB) Trägerorganisation des Vereins FAIRTRADE.

Und nicht zuletzt tragen Frauen im Fairen Handel als Konsumentinnen maßgeblich dazu bei, den Genossenschaften und Vermarktungsorganisationen in Afrika, Lateinamerika und Asien eine Perspektive zu geben.

Aissatou ist seit vier Jahren eine der Frauen, die in der FAIRTRADE-zertifizierten Kooperative Kolondiéba in Mali Baumwolle erntet, zugleich ist sie Vorsitzende der Frauengruppe. Sie sieht die Entwicklung sehr positiv: „Früher hatten die Frauen Angst, etwas zu sagen. Heute bringen wir Frauen Ideen mit ein – und die Männer hören uns zu.“ Aissatou Koné (36), Baumwollpflückerin in Mali

Weiterführende Links:

Amnesty International Österreich
Amnesty International
Human Rights Watch
Europäische Kommission - Gleichstellung der Geschlechter
European Union Agency for Fundamental Rights (FRA)
European Institut for Gender Equality
European Commission - Gender equality
GLEICHBERECHTIGUNG
RESET For A Better World - Frauenrechte
NOEXCUSE 2015 Millenniumkampagne
Millenniums-Entwicklungsziele 2010
gtz - Partner für Perspektiven weltweit
Amnesty International - Schwangerschaft und Mutterschaft
younicef
Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte


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