Unternehmen, Politik & Zivilgesellschaft am Zug:

Menschenrechte in Lieferketten sichern  

Wird die Wahrnehmung menschenrechtlicher Verantwortung durch Unternehmen bald gesetzlich verbindlich geregelt? Aktuell wird dazu auf Ebene der UN und der EU verhandelt. Neben der Zivilgesellschaft treten auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft dafür ein. Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind auf nationalstaatlicher Ebene bereits tätig und haben Regelungen erlassen, die einer Verletzung elementarer Schutzstandards in Zulieferketten entgegenwirken.

FAIRTRADE Österreich lädt zum Podiumsgespräch über die Sicherung von Menschenrechten im globalen Handel. Welche Maßnahmen zur Wahrnehmung menschenrechtlicher Verantwortung in Lieferketten sind notwendig? Im Zentrum steht die Frage, was eine verbindliche gesetzliche Regelung für Unternehmen ändern würde. Das Podiumsgespräch informiert außerdem über den Stand der internationalen Verhandlungen, die Position der österreichischen Bundesregierung und welchen Beitrag FAIRTRADE zur Sicherung von Menschenrechten in Lieferketten leisten kann. 

Als Podiumsgäste begrüßen wir:

Dr.in Karin Lukas, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (WISSENSCHAFT)
Forschungsbereich zu Menschenrechten und Wirtschaft am BIM

"Lieferketten sind Menschenketten. Daher sind rechtlich verbindliche Regeln in diesem Bereich unumgänglich. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass der Trend in Europa und den USA zunehmend in diese Richtung geht."

Mag.a Carla Weinzierl, Netzwerk Soziale Verantwortung (ZIVILGESELLSCHAFT) 

„Damit wir im Supermarkt nicht mehr Sklaven- und Kinderarbeit kaufen, damit Menschenrechte entlang der Wertschöpfungsketten endlich durchgesetzt werden, müssen wir Konzerne verbindlich regulieren. Der zivilgesellschaftliche Druck auf die Politik, Mensch und Planet endlich vor Profitinteressen zu stellen, wächst stetig; aber auch Unternehmen setzen sich mehr und mehr für verbindliche Gesetzte ein, um als Vorreiter nicht mehr Wettbewerbsnachteilen ausgesetzt zu werden."

Mag. Michael Zimmermann, Wirtschaftskammer Österreich (WIRTSCHAFT/HANDEL)
Netzwerk Projekte International (NPI), AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA

„Die Achtung der Menschenrechte ist für Unternehmen zentral um ihre „social licence to operate“ nicht zu verlieren. Internationale Standards bieten eine gute Orientierung dafür dies im Geschäftsbetrieb umzusetzen.“

Detlev Grimmelt, Fairtrade Deutschland (FAIRTRADE)

„Unternehmen stehen zunehmend in der Verantwortung, Menschenrechte in Lieferketten global  und umfänglich zu achten. Mit Fairtrade- zertifizierten Produkten im Sortiment können Unternehmen dieser Verpflichtung proaktiv, umfänglich und überprüfbar nachkommen und auf die Unterstützung von Fairtrade als Lösungsanbieter vertrauen.“

Moderation: Verena Kainrath, Redakteurin bei der Tageszeitung „Der Standard“ (Ressort Wirtschaft) 
Termin: 25. September 2019, 14.30 – 15.30 Uhr 
Ort: Fastentuchraum im 1. Stock, Volkskundemuseum Wien

Anmeldung online.