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EU-Präsidentschaft: Österreich übernimmt Ratsvorsitz

Ab 1. Juli werden in Wien wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Die PolitikerInnen stärken sich dabei mit FAIRTRADE-Produkten für lange Diskussionsrunden.

Ab 1. Juli werden in Wien wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Die Politiker und Politikerinnen stärken sich im Austria Center, dem Hauptaustragungsort der EU-Präsidentschaft, mit FAIRTRADE-Produkten für lange Diskussionsrunden. Bis zu 40.000 Gästen aus allen EU-Ländern werden dort in den nächsten sechs Monaten vom FAIRTRADE-Gastropartner Motto Catering FAIRTRADE-Produkte angeboten, wie etwa Kaffee, Tee und Orangensäfte.  

1995 trat Österreich der Europäischen Union bei – nur zwei Jahre nach der Gründung von FAIRTRADE Österreich stimmten die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes für eine kontinentale Öffnung ab und setzten damit einen Schritt hin zur Internationalität. Seit damals hat der faire Handel in ganz Europa an Bedeutung gewonnen. In Österreich kennen mittlerweile 9 von 10 Menschen das FAIRTRADE-Siegel und bringen diesem ihr Vertrauen entgegen. Initiativen wie SO:FAIR setzen sich hierzulande dafür ein, dass im öffentlichen Bereich auf nachhaltige Beschaffung und Gerechtigkeit geachtet wird. Im ganzen Land machen sich fast 200 FAIRTRADE-Gemeinden dafür stark, dass mehr Geld bei den hart arbeitenden Menschen im Ursprung bleibt.

Bei der kommenden EU-Ratspräsidentschaft stehen wichtige Themen wie der Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft oder die Stärkung der europäischen Identität zur Diskussion. Wenn Österreich für ein halbes Jahr zum politischen Zentrum Europas wird, sollte aber auch über den Tellerrand geblickt werden. Europa ist keine Insel, aber eine starke Stimme auf der weltweiten politischen Bühne. Immer noch ist der globale Handel von großen Ungerechtigkeiten geprägt, die niemand alleine lösen kann. Aber die Politik kann einen Beitrag leisten, Rahmenbedingungen für mehr Fairness weltweit zu schaffen.