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Kenias Blumenfarmen leider unter Corona-Krise

Zwei Monate können die Farmen durchhalten – danach droht vielen der Bankrott.

Kenias Blumenfarmen spüren die Auswirkungen der Corona-Krise besonders heftig. Durch den nationalen Lockdown ist der Flugverkehr in dem ostafrikanischen Land fast vollkommen zum Erliegen gekommen – eine Katastrophe für den Blumenexport. Für gewöhnlich werden die Blumen im Frachtraum großer Passagiermaschinen transportiert. Mit dem Wegfall der Linienflüge gibt es kaum noch Transportmöglichkeiten. Frachtflugzeuge dürfen zwar weiterhin starten, allerdings sind die Kapazitäten sehr gering.

Einige Länder verbieten Verkauf von Schnittblumen

Um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, hatten einige europäische Länder wie Italien, Frankreich, Spanien und Schweiz den Verkauf von Schnittblumen vor einigen Wochen untersagt. Die Begründung: Blumen seien kein Produkt der Notwendigkeit, sondern Luxus. Das führte zu einem Zusammenbruch des europäischen Blumenhandels – die großen Blumenauktionen in den Niederlanden verzeichneten einen Rückgang um 97 Prozent. Langsam erholt sich der Markt etwas; Floristen durften in Deutschland wieder öffnen.

Wenn Absätze ausbleiben, droht vielen Farmen das Aus

Auch Fairtrade-zertifizierte Blumenfarmen sind von den aktuellen Auswirkungen betroffen. Viele Farmen können nur noch einen Bruchteil ihrer Waren exportieren. Gerade mal 33 Prozent der regulären Menge erreicht den Handel. Damit fallen rund zweidrittel des Umsatzes weg. Die meisten Plantagen können den finanziellen Verlust maximal zwei weitere Monate auffangen – danach droht der Bankrott. Was die Blumenfarmen jetzt dringend brauchen, sind Absätze. Nur so können sie ihre Arbeiterinnen und Arbeiter weiterbezahlen.

Jetzt Blumenfarmen unterstützen

Damit der Blumenhandel nicht zum Stillstand kommt, gilt es weiterhin zu fair gehandelten Blumen zu greifen – ob online, im Blumenfachhandel, im Supermarkt oder im Discounter. Jede einzelne Blume zählt. Ihre Unterstützung zählt.