Pressemitteilung

Echte Trendwende in der österreichischen Entwicklungspolitik?

FAIRTRADE Österreich begrüßt den von den Bundesministern Kurz und Spindelegger angekündigten Kürzungsstopp bei der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.

FAIRTRADE Österreich begrüßt den von den Bundesministern Kurz und Spindelegger angekündigten Kürzungsstopp bei der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.

Die geplanten Kürzungen von fast 40% im Bereich  der bilateralen Mittel für Entwicklungs-zusammenarbeit werden zurückgenommen. Das operative Budget der Austrian Development Agency (ADA) wird mit 77 Mio. € auf dem Niveau des Budgets 2013 gehalten.

„Die heute von den Ministern Kurz und Spindelegger bekanntgegebene Rücknahme der Kürzungen im Bereich  der bilateralen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Beitrag zur globalen Armutsbekämpfung.“ meint Hartwig Kirner, Geschäftsführer von FAIRTRADE Österreich. Diese Entscheidung wird auch durch die Mehrheit der österreichischen ParlamentarierInnen unterstützt und spiegelt nicht zuletzt auch den Willen der österreichischen Bevölkerung zur solidarischen Unterstützung wider. „Wir freuen uns, dass diese Maßnahme der Bundesregierung ein starkes Signal in Richtung einer Trendwende der österreichischen Entwicklungspolitik darstellt.“, so Kirner weiter.

Vor mehr als 20 Jahren wurde FAIRTRADE Österreich von zahlreichen Mitgliedsorganisationen ge-gründet - als gemeinnützige, überparteiliche und überkonfessionelle Organisation der Zivilgesellschaft. Mit dem Ziel, weltweit menschenwürdige Lebensbedingungen und faire Handelsalternativen zu fördern, wurde FAIRTRADE Österreich auch von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in zahlreichen Projekten unterstützt.
Heute zählen 26 Organisationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Ökologie, Bildung, Soziales und Religion zu den engagierten Vereinsmitgliedsorganisationen, FAIRTRADE Österreich ist selbst Teil von Fairtrade International.

Dank langjähriger Aufbauarbeit umfasst das internationale FAIRTRADE-Netzwerk mittlerweile 1,3 Millionen Kleinbauernfamilien und Beschäftigte in 1.149 Produzentenorganisationen. Geschätzt ins-gesamt mehr als 7,5 Millionen Menschen -  in 70 Ländern – profitieren so direkt von den Vorteilen des fairen Handels.