Kaffee ist eines der wichtigsten Agrargüter im globalen Nord-Süd-Handel. Kaffee ist hierzulande der Pionier unter den FAIRTRADE-Produkten. Von 1. Oktober bis 31. Oktober 2017 ruft FAIRTRADE daher zur Kaffee Challenge auf.

Die Fairtrade Kaffee Challenge - Unser Ziel

Alle Österreicherinnen und Österreicher sind gefragt, beim täglichen Kaffeekonsum Verantwortung zu zeigen und zu einem FAIRTRADE-Produkt zu greifen. Im Zuge der FAIRTRADE Kaffee Challenge kann sich jeder und jede für einen fairen Kaffeehandel stark machen. Ziel ist es, in einem Monat 30 Millionen FAIRTRADE-Kaffeetassen zu trinken. Für eine selbstbestimmte Zukunft, damit Kaffeebäuerinnen und -bauern ihre wirtschaftliche und soziale Situation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können.

Also helfen Sie mit, das Kampagnenziel zu erreichen und rufen Sie auch Freundinnen und Freunde auf, nur noch fairen Kaffee einzuschenken.

Machen Sie mit - trinken Sie fair!

Werden Sie teil der FAIRTRADE Kaffee Challenge

Helfen Sie mit, die FAIRTRADE Kaffee Challenge in ganz Österreich ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken! Ob im privaten Netzwerk, in der Schule, Ihrer Gemeinde oder am Arbeitsplatz. Unter Mitmachen haben wir einige Ideen gesammelt.

Warum Fairtrade-Kaffee?

Kaffee ist eines der wichtigsten Agrargüter im globalen Nord-Süd-Handel. Kaffee zeigt die unfairen Bedingungen am Weltmarkt auf, und ist der Pionier unter den FAIRTRADE-Produkten in Österreich. Bis heute werden gut 70% des weltweiten Kaffeebedarfs von Kleinbauernfamilien angebaut. Viele leben am Existenzminimum und sind mit zahlreichen Problemen konfrontiert:

Steigende Landwirtschafts- und Haushaltskosten

Die Lage verschlechtert sich aufgrund steigender Lebensmittel-, Treibstoff- und Transportkosten. Die oftmals herrschenden Rekordpreise für Grundnahrungsmittel sind vor allem für Kleinbauernfamilien eine Last, welche 60 – 80% ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben.

Fehlende technische Unterstützung

Aufgrund kleiner Anbauflächen und niedriger Ernteerträge sind Kaffeebauernfamilien in einer Armutsfalle gefangen. Ohne Zugang zu technischen Supportleistungen ist es ihnen nicht möglich, ihre Einkommenssituation – etwa durch das Ersetzen alter Kaffeesträucher oder den Anbau von klimaresistenten Hybridsorten – zu verbessern.

Großplantagen und die Folgen für die Umwelt

Zunehmend mehr Großplantagen werden angelegt um den Ertrag zu erhöhen. Das zieht teils gravierende Folgen für die Umwelt nach sich. Es werden unzählige Hektar Wald gerodet. Dadurch verringert sich der natürliche Lebensraum für viele Zugvögel, denn in den Monokulturen der Kaffeeplantage finden sie kein Zuhause mehr. Nun können sich Insekten und Schädlinge ungestört vermehren.

Bedrohung Klimawandel - Ernteausfälle

Mit steigenden Temperaturen reift der Kaffee schneller, was zu einem Abfall in der Qualität führt. Das bedeutet, dass die untere Grenze der Höhenlagen, in denen hochwertiger Arabica angebaut werden kann, steigt. Produktionsgebiete müssen also „nach oben“ verschoben werden. Die Böden leiden unter vermehrter Erosion aufgrund häufigerer Starkregenfälle, während sie gleichzeitig wegen der höheren Temperaturen schneller austrocknen. Die für den Anbau von Kaffee geeigneten Flächen nehmen ab und konzentrieren sich zunehmend auf wenige Regionen. Der Temperaturanstieg begünstigt außerdem das Auftreten bestimmter Schädlinge und Krankheiten.

Darum FAIRTRADE: FAIRTRADE-Kaffee stammt ausschließlich von Kleinbauernfamilien, die sich in Kooperativen demokratisch zusammenschließen und so eine bessere Position auf dem Weltmarkt einnehmen. Der Kauf von FAIRTRADE-Kaffee verbessert die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kaffeekleinbauern und -bäuerinnen in den sogenannten Entwicklungsländern.
   
Erfahren Sie hier, wie FAIRTRADE wirkt.