FAIRTRADE-Kaffee stammt ausschließlich von Kleinbauernfamilien, die sich in Kooperativen demokratisch zusammenschließen und so eine bessere Position auf dem Weltmarkt einnehmen.  Mit FAIRTRADE erhalten die Produzentenorganisationen neben einem festen Mindestpreis für ihren Kaffee zusätzlich die FAIRTRADE-Prämie, über deren Verwendung sie gemeinschaftlich entscheiden. Sie dient Investitionen in die Organisation, in soziale und/oder ökologische Projekte. Ein Viertel der Prämie müssen die Kaffeebauern verpflichtend in Produktivität und Qualität investieren. Als Teil des FAIRTRADE-Systems haben Produzentenorganisationen außerdem Zugang zu Fachkenntnissen und ein größeres Bewusstsein für das sich wandelnde Klima und wie dieses ihren Pflanzen schadet. Der Mindestpreis gibt den Bauernfamilien finanzielle Stabilität, während ihnen Weiterbildungsmaßnahmen ermöglichen, den Kaffeeanbau an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Wie ihr Einkauft wirkt

Pro Jahr werden 560.000 Tonnen FAIRTRADE-Kaffee geerntet. Weltweit gibt es etwa 556 FAIRTRADE-Kaffee-Kleinbauernkooperativen. Rund ein Viertel davon baut auch biologisch an. Erfahren Sie untenstehend, wie ihr Einkauf zur schrittweisen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in FAIRTRADE-zertifizierten Kleinbauernkooperativen beiträgt!

Wir schaffen kreative Lösungen

Die Kleinbauernkooperative "COMSA" in Honduras.

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Herstellung von Biokaffee

Die Kleinbauernkooperative "KCU" in Tansania

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Die Kaffeeblüte, die uns eint

Die Kleinbauernkooperative "Tiemelonla nich k lum" in Mexiko.

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Warum FAIRTRADE den Unterschied macht

FAIRTRADE ist ein ganzheitliches Konzept, das Kaffee-Kleinbauernfamilien eine Alternative bietet:

Zusammenschluss in Kooperativen

FAIRTRADE-Kaffeekooperativen sind demokratisch organisiert. Dies bringt viele Vorteile: höhere Verhandlungsmacht, die Möglichkeit Anschaffungen gemeinschaftlich zu tätigen, einen vereinfachten Zugang zu Finanzierung und gegenseitiges Lernen und Austausch.

Stabile Einkommen bedeuten Sicherheit

Der FAIRTRADE-Mindestpreis stellt bei volatilen Weltmarktpreisen ein Sicherheitsnetz dar. Die FAIRTRADE-Prämie ermöglicht Investitionen in soziale Projekte sowie in produktivitätssteigernde Maßnahmen.

Mitspracherecht

Vom passiven Empfänger zum aktiven Gestalter: Die Kaffeekooperativen sind demokratisch organisiert und entscheiden gemeinsam, in welche sozialen, ökologischen und ökonomischen Projekte die FAIRTRADE-Prämie investiert werden soll.

Zugang zu Beratung

In den Anbauländern bieten Beraterinnen und Berater der FAIRTRADE-Produzentennetzwerke  Trainings und Beratung an. Ziel ist es, neue Produzentinnen und Produzenten über FAIRTRADE zu informieren und bestehende Produzentengruppen bei der Einhaltung der Standards und beim Aufbau von Managementkapazitäten zu unterstützen. Auch Kontakte zu lokalen NGOs werden aufgebaut. 

Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel

Grundsätzlich sind die Partnerorganisationen durch höhere Einkommen besser darauf vorbereitet, mit Herausforderungen umzugehen. Es fließt Geld in Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und alternative Anbaumethoden. Bauernfamilien, die ihre Ernte an den Kaffeerost verloren haben, werden gezielt unterstützt. Das globale Netzwerk ist also auch als Partner in Notsituationen zu verstehen.

Zugang zu Krediten

Der Zugang zu Krediten ist für viele Kleinbauernfamilien eine Herausforderung. Die FAIRTRADE-Zertifizierung ist für Kaffeekooperativen oft ein hilfreicher Schritt, um leichter an Finanzierung oder Kontakte zu Mikrofinanzinstitutionen zu gelangen.

Steigerung der Produktivität und Qualität

Ein Viertel der FAIRTRADE-Prämie müssen die Kaffeebauernfamilien verpflichtend in Produktivität und Qualität investieren.