14.000 STIMMEN FÜR EINE SWEET REVOLUTION

Osterzeit ist Schokoladenzeit. Doch extreme Armut und ausbeuterische Kinderarbeit im Kakaoanbau hinterlassen einen bitteren Beigeschmack. Deshalb fordert FAIRTRADE Österreich mit der Kampagne Sweet Revolution mehr Fairness für Kakaobäuerinnen und -bauern.

Im Kampf gegen:

  • Armut: Kakaobauernfamilien verdienen so wenig, dass sie häufig unter der Armutsgrenze leben.
  • Ausbeuterische Kinderarbeit: Kinder leiden besonders unter Armut. Oft müssen sie arbeiten und können nicht zur Schule gehen.
  • Perspektivlosigkeit: Junge Menschen landen auf der Suche nach profitablen Alternativen häufig in den Slums der Großstädte.
  • Benachteiligung: Etablierte Strukturen im Welthandel benachteiligen die Kakaobauernfamilien.

KREATIVER PROTEST FÜR MEHR FAIRNESS IM KAKAOHANDEL

Zur Sweet Revolution fordern wir deshalb gemeinsam: faire Einkommen, bessere Arbeits- und Produktionsbedingungen und Schluss mit ausbeuterischer Kinderarbeit. Einen Monat dauerte der Online-Wettbewerb im Rahmen der Kampagne, bei dem rund 500 Protest-Slogans für mehr fairen Kakaohandel eingereicht wurden und insgesamt 14.000 Votes erfolgten. Gewonnen hat der Spruch „BUY FAIRTRADE, BYE CHILD LABOUR” von David und Yasin aus der Medienhak Graz. Auch neben dem Beitrag zur Sweet Revolution macht sich die FAIRTRADE-School laufend für den fairen Handel stark.

FAIRTRADE: FÜR STABILE PREISE, PRÄMIEN & PRODUZENTENNETZWERKE

Hinter dem FAIRTRADE-Siegel stecken klare internationale Regeln: Bäuerinnen und Bauern sind genossenschaftlich zusammengeschlossen, um gemeinsam stärker aufzutreten. Aufkäufer des Kakaos müssen den FAIRTRADE-Mindestpreis zahlen, der die Produktionskosten deckt sowie zusätzlich einen Aufschlag, die Prämie, die für Gemeinschaftsprojekte oder zur Einkommensverbesserung genutzt wird.

Die Mitarbeitenden der Produzentennetzwerke von FAIRTRADE in den Anbauländern beraten die Kooperativen zu Themen wie Kindeswohl und Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen, Management und nachhaltige Anbaumethoden.

ÜBER DEN FAIREN HANDEL HINAUS

Kleine Flächen, niedrige Erträge und die Tatsache, dass nicht die gesamte Kakaoernte als FAIRTRADE-Kakao verkauft werden kann, machen zugleich weitere Maßnahmen über den fairen Handel hinaus erforderlich. Auch wenn das Bewusstsein für fairen Konsum steigt, ist daher ein großer Umbruch in der ganzen Branche nötig.

In dem komplexen Ziel der Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung braucht es vor allem auch eine kohärente Wirtschafts-, Handels-, Agrar-, Umwelt- und Entwicklungspolitik im Globalen Norden. Weitere Bausteine sind u.a. mehr Wertschöpfung im Süden, Ausbau des Süd-Süd-Handels sowie starke Advocacy- und Lobbyarbeit im Sinne der Produzentenorganisationen und Beschäftigten.

Unsere Sweet Revolution ist einer von verschiedenen Wegen, der genannten Problematik Gehör zu verschaffen – für ein besseres Leben von Kakaobäuerinnen, -bauern und ihren Familien. Dabei zählt jede Stimme, denn gemeinsam können wir mehr erreichen.