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Tag der Arbeit – Zeit für Fairtrade

FAIRTRADE als Schritt zu angemessenen Löhnen auf Blumenfarmen in Tansania

Im Schatten des erloschenen Vulkans Meru - mit 4.500 m der vierthöchste Gipfel Afrikas - bauen die ArbeiterInnen auf der Blumenfarm Mount Meru mehr als 30 Rosensorten für den Export an. Bis vor kurzem verdienten sie den nationalen Mindestlohn von 100.000 tansanischen Shillings pro Monat - etwa 40 Euro. Im Jahr 2017 hat der faire Handel einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Löhne im Blumen- und Pflanzensektor beigetragen, indem im Standard ein Mindestgrundlohn für Blumenplantagen eingeführt wurde.

Seitdem die überarbeitete Richtlinien eingeführt wurden, haben die ArbeiterInnen am Berg Meru einen Anstieg ihrer Löhne um 30 Prozent zu verzeichnen. FAIRTRADE erkennt an, dass die Löhne der ArbeiterInnen auf der ganzen Welt - nicht nur auf Blumenfarmen - oft weit unter dem liegen, was sie und ihre Familien für ein menschenwürdiges Leben benötigen. „Wir sollten nicht unterschätzen, wie schwierig es ist, einen existenzsichernden Lohn für Landarbeiter zu erhalten", sagt Wilbert Flinterman, Senior Advisor Workers' Rights and Trade Union Relations von Fairtrade International. „Lebenshaltungskosten sollten auf Tarifverträgen beruhen, die wirtschaftlich nachhaltig sind und von den Arbeitnehmern als Recht geltend gemacht werden können. Sie sollten nicht den Launen des Marktes und volatilen Preisschwankungen ausgesetzt sein."

Am Mount Meru, wie auch auf anderen FAIRTRADE-zertifizierten Farmen, erhalten die ArbeiterInnen auch die FAIRTRADE-Prämie – ein Aufschlag von 10 Prozent für jeden verkauften Rosenstiel. Sie kommt den Beschäftigten zugute. Sie investieren sie z.B. in Gesundheitsversorgung, Bildung oder andere Projekte ihrer Wahl.