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Tirol ist gut „fairnetzt“ - breite Unterstützung für den fairen Handel!

Österreichweit wächst die faire Handelsbewegung – auch in Tirol gibt es breite Unterstützung von Unternehmen, Politik & der Zivilgesellschaft!

So setzt MPreis seit vielen Jahren auf Nachhaltigkeit in den Supermarktregalen und seit heuer auch in seinen Bistros. „Die Qualität und Herkunft unserer Lebensmittel liegt uns am Herzen. Daher haben wir uns ganz bewusst für den Verkauf von Kaffee mit dem Fairtrade-Siegel in unseren Baguette-Filialen entschieden“, sagt Geschäftsführer David Mölk.

Wie tief verwurzelt der faire Handel im Westen Österreichs ist, zeigt auch die teils jahrzehntelange Tradition der Weltläden. In Schwaz feiert der hiesige Weltladen heuer bereits sein 35-jähriges Bestehen. Mittlerweile trägt Schwaz auch den Titel FAIRTRADE-Stadt. „Durch die Auszeichnung versuchen wir bestehende Strukturen zu stärken, welche verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster leben", sagt Viktoria Gruber, Referentin für Äußere Beziehungen und interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Schwaz zum Engagement.

Breite politische Zustimmung

Zielsetzungen, die auch auf Landesebene Zuspruch finden. „FAIRTRADE-Gemeinden unterstützen mit ihrem fairen Einkauf nicht nur Kleinbauernfamilien vor Ort, sondern tragen auch zum Klimaschutz bei. Somit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030“, sagt Ingrid Felipe, die Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin.

Um diese Ziele möglichst früh zu verinnerlichen und zu unterstützen, ist auch die Arbeit in Schulen ein wichtiger Tätigkeitsbereich des gemeinnützigen Vereins FAIRTRADE Österreich. In Tirol ist unter anderem das BG/BORG St. Johann als FAIRTRADE-School ausgezeichnet. Warum ihnen der Einsatz für den fairen Handel wichtig ist, erklärt das hiesige FAIRTRADE-Team so: „Fairness ist ein Wert, der in der Schule eine große Rolle spielt. Schülerinnen und Schüler möchten fair benotet und behandelt werden und die Lehrpersonen bemühen sich, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Fairness geht aber über den persönlichen Bereich der Schule hinaus und ist in vielen Lebensbereichen wichtig. Dadurch wird deutlich, dass jeder und jede von uns einen Teil dazu beitragen kann, die Lebensbedingungen anderer Menschen zu verbessern – egal ob tausende Kilometer weit weg oder nur am nächsten Bauernhof.

“Ein Ansatz, der auch von Seiten der katholischen Kirche geteilt wird. „Fairtrade ist ein notwendiger Beitrag zur Förderung eines zukunftsfähigen und solidarischen Lebensstils. Nur die Bereitschaft jedes und jeder Einzelnen zur Übernahme von Verantwortung kann zu nachhaltiger Entwicklung führen“, erklärt Hermann Glettler, Bischof der Diözese Innsbruck.