Die Reis-Kooperative Nature Bio-Foods

Am Fuße des Himalaya bauen Kleinbauernfamilien der Reis-Kooperative Nature Bio-Foods seit Generationen Reis an. Auch wenn die meisten weniger als einen Hektar Land besitzen, so sind sie doch voller Stolz für dieses Stückchen Erde. Sie bewirtschaften ihre Felder zum Großteil noch in Handarbeit. Kleinbauern in Indien wird geholfen ihren Reisanbau auf nachhaltige, umweltschonende biologische Anbaumethoden umzustellen. Dabei erzielen sie ein besseres Einkommen, natürliche Ressourcen werden geschont und mit der FAIRTRADE-Prämie können Bauern in ihre Zukunft und die ihrer Kinder investieren. Es sind diese vielen kleinen Veränderungen, die in der Summe einen echten Gewinn für die Menschen bedeuten. Zum einen in Form von höheren Erträgen und damit höheren Einkommen. Zum anderen erlangen sie wertvolle Kompetenzen, die wiederrum ein Stück mehr Autonomie bedeuteten.

Die Reis-Kooperative Nature Bio-Foods

Mit der FAIRTRADE-Prämie konnte der Reisertrag durch effizientere Anbaumethoden gesteigert werden und ist somit 20-30% höher als bei konventionellen Farmern. Dies führt zu einem 30-40% höherem Einkommen, welches sie in neue landwirtschaftliche Geräte, einen höheren Lebensstandard und Bildung investieren können.


Kumashpur, Haryana

Der Reis-Anbau

Reisjungpflanzen werden zumeist in den Sommermonaten in die von Wasser überfluteten Felder von Indien gepflanzt. Nach fünf bis sechs Monaten ist der Reis goldgelb und erntereif. Die sogenannten Rispen werden sonnengetrocknet und anschließend gedroschen, um die Körner zu lösen. In der weiteren Verarbeitung durchläuft dieser sogenannte Paddy Reis eine Maschine, in der die Körner von den Spelzen getrennt. Der Reis entspricht nun Voll- oder Braunreis Qualität. Für weißen Reis wird der entstandenen Reis noch in einer Mühle geschliffen und die Kleie entfernt. Danach folgt gegebenenfalls noch eine Veredelung oder Weiterverarbeitung je nach Kundenwunsch.

Indien ist Platz 1 in Bezug auf Anzahl der ArbeiterInnen auf zertifizierten Farmen. 55% dieser ArbeiterInnen sind Frauen. In Indien beträgt der Mindestlohn am Land umgerechnet 2,40 USD, in der Stadt sind es in etwa 6.35 USD. Mit der FAIRTRADE-Prämie soll sich dies verbessern. Die Einnahmen der Reisbauernfamilien sollen gesichert und erhöht werden.

 

Einsatz der FAIRTRADE-Prämien

Mit der FAIRTRADE-Prämie konnte der Reisertrag durch effizientere Anbaumethoden gesteigert werden und ist somit 20-30% höher als bei konventionellen Farmern. Dies führt zu einem 30-40% höherem Einkommen, welches sie in neue landwirtschaftliche Geräte, einen höheren Lebensstandard und Bildung investieren können.

Reisbauernfamilien werden in nachhaltigen Landmanagement ohne chemischen Pestizide und Dünger geschult und bei der Umstellung auf Bio-Anbau begleitet. Somit konnte der Wasserverbrauch, sowie der Emissionsaustoß wirksam um 20-30% reduziert werden. Durch die FAIRTRADE-Prämie wurde der Ausbau von Bewässerungsanlagen und Kanalfilter ermöglicht. Zusätzlich wurde die Biodiversität gefördert und die Kleinbauernfamilien profitieren neben der FAIRTRADE-Prämie von einer zusätzlichen Bio-Prämie.

Die Community vor Ort konnte mithilfe der FAIRTRADE-Prämie ausgebaut werden. Verbesserte Infrastruktur ist eine Motivation zur Produktion für den lokalen Markt. Seit 2011 beträgt die erhaltene FAIRTRADE-Prämie ca 125.000 Euro. Trainingsprogramme helfen bei Management- und Organisationthemen der Kooperativen und gewährleisten eine Ausbildung zu "Leadern". Gemeinschaftsprojekte wurden realisiert wie z.B. ein Service-Centre für landwirtschaftliche Geräte und der Wissenstransfer zwischen Bauernfamilien, sowie der Kompetenzerwerb werden gefördert.

Der Einsatz der FAIRTRADE-Prämie ermöglichte die Einführung von Gesundheits- und HACCP-Standards. Die Wasserversorgung der Kleinbauernfamilien kann überprüft werden und MitarbeiterInnen wird die Möglichkeit von Gesundheitschecks geboten. An Schulen werden mithilfe von Quellen Belegbungen Trinkwassereinheiten installiert und zur Schutz der Kinder Grenzmauern um die Gebäude errichtet.

 

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