Produzentennetzwerke

Regionale Interessensvertretungen

Die Produzentennetzwerke sind regionale Zusammenschlüsse, denen sich FAIRTRADE Produzentenorganisationen anschließen können. Sie vertreten die Interessen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Arbeiterinnen und Arbeitern für die Regionen Lateinamerika und Karibik, Afrika und Asien und unterstützen ihre Mitglieder in Sachen Zertifizierung, Fortbildungen, Finanzierungsmöglichkeiten und maßgeschneiderten Entwicklungsprogrammen.

Produzentinnen und Produzenten sind über die drei Netzwerke an allen Entscheidungen beteiligt, die das FAIRTRADE-System betreffen, und können so über wichtige Weichenstellungen für ihre eigene Zukunft mitentscheiden.

Fairtrade Africa

Fairtrade Africa gehört seinen Mitgliedern, somit also den FAIRTRADE-Produzentengruppen in ganz Afrika. Es besteht seit 2005 und hat seinen Hauptsitz in Nairobi. Produzentinnen und Produzenten sind über die vier regionalen Netzwerke Eastern Africa Network (FTA-EAN) in Kenia, West Africa Network (FTA-WAN) in Ghana, Southern Africa Network (FTA-SAN) in Südafrika und das Northern Africa Network (FTA-NAN) in Tunesien an Fairtrade Africas Entscheidungen beteiligt. Es vertritt über 700.000 Bäuerinnen, Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter.

Fairtrade Africa knüpft für seine Mitglieder wirtschaftliche Beziehungen, eröffnet ihnen Finanzierungsmöglichkeiten und verleiht ihnen eine Stimme in der afrikanischen Zivilgesellschaft und im FAIRTRADE-System.

CLAC Latin American and Caribbean Network of Fair Trade Small Producers

Die CLAC ist das traditionsreichste FAIRTRADE-Produzentennetzwerk und als Organisation zuständig für Lateinamerika und die Karibik. 1996 gegründet vertritt es von Mexiko aus die Interessen von fast 300.000 in Kleinbauernorganisationen und auf Plantagen tätigen Menschen in 23 Ländern.

NAPP Network of Asian and Pacific Producers

Das Netzwerk der Produzentinnen und Produzenten aus Asien und Ozeanien mit Hauptsitz in Hongkong wurde 2014 gegründet und setzt sich aus unterschiedlichen Interessengruppen zusammen. Es ist der Verbund aller am fairen Handel in Asien Beteiligten. Dazu gehören die Arbeiterinnen und Arbeiter von FAIRTRADE- Plantagen, die Managerinnen und Manager dieser Plantagen, Vertreterinnen und Vertreter von Kleinbauernkooperativen und Vertragsbauernfamilien, die unter den FAIRTRADE-Standard für Vertragsanbau fallen.


"Der Unterschied zwischen FAIRTRADE und anderen Initiativen lässt sich leicht zusammenfassen: Im fairen Handel steht der Mensch im Mittelpunkt."

FORTIN BLEY, Präsident des West Africa Cocoa Networks