Zahlen und Fakten

Das bewirkt FAIRTRADE

Das FAIRTRADE-System wächst: Sowohl in Bezug auf die Anzahl der Kleinbauernfamilien und Arbeiterinnen und Arbeiter, als auch im Hinblick auf die Absatzvolumina von Produkten, die von Produzentenorganisationen zu FAIRTRADE-Bedingungen erzielt wurden.

Wie FAIRTRADE tatsächlich wirkt, wird regelmäßig mittels internem System-Monitoring untersucht. Über definierte Kriterien und Indikatoren, die alle Akteurinnen und Akteure umfassen und sämtliche Maßnahmen weltweit analysieren, erfolgt eine kontinuierliche Datenerhebung und -auswertung. Als Ergebnis erscheint der jährlich publizierte Monitoring Report von Fairtrade International. Dieser präsentiert Fakten und Zahlen rund um FAIRTRADE-Produzentenorganisationen, weltweite Prämieneinnahmen, Verkäufe zu FAIRTRADE-Bedingungen und vieles mehr. Ergänzt wird der Bericht von in Auftrag gegebenen Grundlagenstudien mit einem qualitativen Fokus.

Aktuelle Zahlen und Fakten im FAIRTRADE-System

Die Daten des aktuellen Monitoring Reports 2014 zeigen ein erfreuliches Wachstum innerhalb der FAIRTRADE-Welt, sowohl in Bezug auf die Beteiligung von Kleinbauernfamilien, Lohnarbeitskräften und den Produzentenorganisationen, als auch in Hinblick auf die Absatzvolumen von Produkten, die von Produzentenorganisationen zu FAIRTRADE-Bedingungen erzielt wurden.

Kleinbauernfamilien, Lohnarbeitskräfte und Produzentenorganisationen

Die Zahl der Kleinbauernfamilien und Beschäftigten auf Plantagen im FAIRTRADE-System stieg bis Ende 2014 auf 1,65 Millionen, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Es gibt FAIRTRADE-Produzentenorganisationen in 74 Ländern. FAIRTRADE arbeitet weiterhin hauptsächlich mit Kleinbäuerinnen und -bauern zusammen, denn 80 Prozent der Produzentenorganisationen mit FAIRTRADE-Zertifizierung sind Kleinbauernkooperativen. Die durchschnittliche Anbaufläche von FAIRTRADE-Bäuerinnen und -Bauern beträgt nur 1,4 Hektar. 26% der FAIRTRADE-Produzenten sind Frauen.

FAIRTRADE-Prämieneinnahmen und Verkaufsvolumen weltweit

Die Gesamteinnahmen durch die FAIRTRADE-Prämie stiegen weltweit deutlich an, sowohl für Kleinbauernorganisationen als auch für Beschäftigte auf Plantagen. Im Vergleich zu 2012-13 ergibt die Auswertung der für 2013-14 gemeldeten Zahlen einen Anstieg der Prämieneinnahmen um 12 Prozent. Wie bereits 2012-13 gingen 85 Prozent aller gemeldeten Prämieneinnahmen an Kleinbauernorganisationen oder Organisationen mit Vertragsproduktion und 15 Prozent an Plantagen. FAIRTRADE-Plantagen verzeichneten wie auch schon im Vorjahr ein starkes Umsatzwachstum, welches dazu führte, dass die FAIRTRADE-Prämieneinnahmen um 18 Prozent gestiegen sind.

WIRKUNG AUS ÖSTERREICH

Bei Klassikern wie Kaffee, Bananen, Kakao, Zucker, Fruchtsaftkonzentrat und Rosen können die zertifizierten Produzentengruppen immer mehr in den Österreichischen Markt verkaufen. Allein aus Österreich gingen dadurch Direkteinnahmen - bestehend aus dem Mindestpreis, der FAIRTRADE-Prämie und dem Bio-Aufschlag - in Höhe von USD 32,6 Millionen an die FAIRTRADE-Produzentengruppen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

FAIRTRADE-Regionen im Fokus

FAIRTRADE-Bauernfamilien und Beschäftigte auf Plantagen sind in 32 Ländern Afrikas, 18 Ländern Asiens und 24 Ländern Lateinamerikas zu Hause. Die meisten FAIRTRADE-Produzentenorganisationen gibt es in Lateinamerika, nämlich 53 Prozent aller Produzentenorganisationen. In Peru gibt es die meisten FAIRTRADE-Organisationen weltweit, nämlich 150, gefolgt von Kolumbien mit 112 und Kenia mit 93.